Einfach mal die Welt retten... -

Scheitern wahrscheinlich, unversucht lassen verboten!

Tja, hier bin ich nun also... - mittlerweile 50 Jahre alt, nie wirklich ruhend, immer schon politisch interessiert, sozialkritisch, meinungsstark, konsequent, wandlungsfähig und gerne ein wenig gegen den Wind segelnd.

Und doch weitgehend ein politisches Greenhorn...

Kai Vollbrecht

 

Trotzdem bin ich nun wild entschlossen politisch so richtig durchzustarten und dabei groß zu denken!

 

Eben deshalb habe ich auch gleich mal beim Untertitel dieser Homepage die Ansprüche hochgeschraubt:

 

"Einfach mal die Welt retten - Scheitern wahrscheinlich, unversucht lassen verboten!"

 

Manch Außenstehender mag dieses Credo für illusorisch oder größenwahnsinnig, für naiv oder arrogant halten, aber ich denke wir stehen mal wieder vor einer Zeitenwende und die Menschheit und der Planet brauchen das Denken in großen Dimensionen, brauchen Utopien! 

Ich halte es da mit dem Sozialdemokraten Hilmar Hoffmann:

"Utopien bleiben solange welche, wie die Anstrengungen fehlen, ihre Realisierung voranzutreiben."

 

Vielleicht scheitere ich mit meinen großen Plänen, aber wir leben in Zeiten, in denen man es wenigstens versucht haben sollte, versucht haben muss!

Und wenn ich am Ende auf die Schnauze falle!? - Egal, ich habe es wenigstens versucht!

 

Im Folgenden möchte ich euch für den Einstieg ein wenig folgendes erklären:

- Warum gerade ich?

- Warum gerade jetzt?

- Auf welchen Wegen?

Warum gerade ich? - Persönliche eignung

Politisch sehr interessiert bin ich schon seit meiner Jugend und ein Gespür und das Eintreten für Gerechtigkeit sind wohl so etwas wie Teil meiner DNA.

Im Rahmen meiner ersten Ausbildung hat man mir seinerzeit allen Ernstes einmal attestiert, dass ich „gefährlich“ sei, weil ich Ungerechtigkeiten erkennen würde, dann dazu neige mit der Fahne in der Hand in vorderster Front dagegen vorzugehen und dabei exakt den Rahmen des Erlaubten auszuloten.

(Hintergrund war damals mein offizieller Protest gegen das Verhalten zweier Ausbilder, die es sich herausnahmen sich vor unserem Tisch zu bücken, so einen Blick auf die durch das Tragen eines Rocks nackten Beine meiner Mitauszubildenden zu werfen und das Ganze auch noch mit den Worten: „Na, da gönnt sie uns aber einen schönen Anblick zum Wochenstart!“ zu kommentieren.)

 

Über die Jahre hinweg bin ich immer wieder einmal angeeckt, weil ich Missstände und Ungerechtigkeiten unterschiedlichster Art anprangerte und dabei keine Rücksicht auf mögliche eigene Nachteile nahm.

 

Diejenigen unter euch, die ein eher negatives Bild von Politikern haben, sprich das Bild von Politikern, für die es nur um den eigenen Machterhalt geht und die deshalb ihr Fähnchen schön immer nach dem Wind richten, werden jetzt vielleicht denken, dass ich mit genau dieser eben beschriebenen Eigenart eher keine gute Eignung für die Politik mitbringe.

Aber auch mit 50 Jahren bin ich noch immer Idealist - ich bin überzeugt, dass nicht jeder in der Politik korrumpierbar ist und gerade in der aktuellen politischen Stimmung Menschen mit Rückgrat in der Politik äußerst gefragt sind.

 

 

Zu Schulzeiten war ich immer wieder Klassen- und/oder Schulsprecher, im Studium sagte mir einmal ein angesehener Professor nach einem Vortrag von mir, dass er es liebe mir zuzuhören und im Rahmen eines Rhetorikseminars zog der Dozent auf mich bezogen das Fazit: „Vorsicht vor brillianten Rhetorikern!“ 

(Wir hatten damals die Aufgabe uns über Nacht ein Projekt auszudenken, dass wir am nächsten Tag der Gruppe vorstellen sollten und am Ende aller Vorträge sollte die Gruppe entscheiden für welches Projekt sie imaginäre 10.000 Euro zur Verfügung stellen würde. Mein fiktives Öko-Projekt und ich erhielten den Zuschlag und als der Dozent nachhakte was nun eigentlich konkreter Inhalt meines Projektes war, konnten die meisten nicht wirklich klar benennen wofür sie mir gerade in der Theorie 10.000 Euro bewilligt hatten…)

Während meiner Arbeit als Lehrer in den vergangenen Jahren sagte mir mein Schulleiter nach einem Unterrichtsbesuch einmal, dass er selten zuvor erlebt habe, dass eine ganze Klasse so geschlossen ihren Lehrer liebt, so geschlossen an seinen Lippen hänge. 

Sprache ist eine Macht, kann eine Waffe sein.

Gut und positiv eingesetzt kann Sprache Großes bewirken.

 

 

Ich bin nicht perfekt, bestimmt nicht einfach mal so von null auf hundert sofort der größte Redner aller Zeiten, aber ich denke, dass großes politisches Interesse, Begeisterungsfähigkeit, ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, ein gewisses Charisma, ein gutes Sprachgefühl und offensichtlich vorhandene rhetorische Fähigkeiten ein guter Startmix für eine politische Laufbahn sind!

 

Ja, und dann ist da noch der Faktor Zeit...

 

Politisches Engagement kostet richtig viel Zeit - egal ob als Mandatsträger oder als einfaches aktives Mitglied in der Arbeit vor Ort.

In den Parteien sind die meisten Menschen ehrenamtlich tätig und engagieren sich in ihrer knapp bemessenen Freizeit.

Das ist ein einfaches Rechenspiel - die politische Arbeit muss zwangsläufig hinter der Erwerbsarbeit, mit der die täglichen Brötchen verdient werden, hinten anstehen.

Wenn ich 40 Stunden in der Woche arbeite um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, daheim vielleicht auch noch Frau und Kinder habe, dann kann ich nicht auch noch 40 Stunden in der Woche politisch arbeiten.

Ich jedoch bin frühpensioniert und somit nicht von einem Erwerbseinkommen abhängig - ich kann im Gegensatz zu den meisten Menschen rein rechnerisch allein schon die 40 Stunden, die fast alle von uns Woche für Woche für ihre Berufstätigkeit aufwenden, für mein politisches Engagement einsetzen und das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn man mit einer politischen Laufbahn liebäugelt...

Warum gerade jetzt? - Antrieb Pro-Nachhaltigkeit und Anti-Rassismus

In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war ich für eine kleine Weile bei den Grünen mehr oder weniger aktiv und über die Jahre habe ich natürlich die eine oder andere Demonstration besucht.

Aber gerade in den letzten Jahren habe ich es mir in Sachen politischer Teilhabe, nun ja, recht bequem gemacht.

 

Ich habe mein Wahlrecht ausgeübt und über die sozialen Medien fleißig meine Sichtweise geteilt und Petitionen unterzeichnet und verbreitet.

 

Natürlich… - in meinem privaten Umfeld stand und stehe ich mit einiger Vehemenz für meine Überzeugungen ein.

Ich versuche mein eigenes Verhalten fortwährend zu optimieren, ich werde nicht müde zu diskutieren und ziehe ggf. auch klare und harte Konsequenzen, wenn sich jemand in meinem Umfeld allzu inhuman äußert oder verhält.

Angetrieben von dem Gefühl helfen zu wollen und aktiver Teil des „Wir schaffen das!“ unserer Kanzlerin sein zu wollen, habe ich von 2015 bis Ende 2017 als Deutsch-Lehrer mit Flüchtlingskindern und -jugendlichen im Bremerhavener Schuldienst gearbeitet.

 

„Immerhin!“, könnte man daher sagen…

Und tatsächlich - wenn ich mich in meiner Nachbarschaft, in meinem Bekannten- und Freundeskreis oder meiner Familie so umschaue, dann zähle ich zumindest sicherlich zu den politisch weniger lethargischen Menschen.

 

Seit einigen Monaten aber bin ich innerlich aufgewühlt und verspüre eine Aufbruchstimmung.

Ich habe den Drang etwas zu tun, Widerstand zu leisten, Dinge vielleicht gerade noch rechtzeitig zu verändern.

Der Name der u.a. von Sahra Wagenknecht angestoßenen Sammlungsbewegung trifft es ziemlich perfekt (auch wenn ich mich zum Zeitpunkt dieser Zeilen mangels Input noch nicht vollends zur Bewegung bekennen kann)… - ich will: „Aufstehen!“

 

Gewiss… - ich bin frisch 50 geworden und mein Sohn sagte kürzlich in einer Diskussion, dass es ein Problem der Politik sei, dass sie von Menschen über 50 bestimmt wird und ab 50 würde man halt zunehmend sonderbar werden…

(Immerhin… - er vermochte (noch) nicht zu benennen wo sich die Sonderbarkeit seit Neuestem bei mir zeigt!)

Aber im Ernst - ja, ich bin schon 50, aber ich fühle mich nicht zu alt - weder körperlich noch im Geiste!

Ich will aufstehen! 

Und das mit vollem Engagement, mit großem Kraft- und Zeitaufwand!

 

 

Wenn ich mir die Frage stelle woher dieser Drang rührt, dann führt mich das umgehend zu zwei dramatischen Entwicklungen der letzten Zeit:

 

Der Rechtsruck

Längst nicht nur in Deutschland und längst nicht nur in Form der AfD vollzog und vollzieht sich ein gewaltiger Rechtsruck.

 

Diese Entwicklung zieht sich längst bis tief in die Mitte unserer Gesellschaft hinein und geht einher mit einer besorgniserregenden Verrohung des Denkens, des Handels und der Sprache.

 

Einst mühsam erkämpfte Tabu-Grenzen werden wieder eingerissen, vor kurzem noch unaussprechliches Gedankengut wird salonfähig.

Ich kann die Floskel „Man wird ja wohl noch mal sagen dürfen…!“ einfach nicht mehr hören!

 

 

Der Artikel 1 des Grundgesetzes („Die Würde des Menschen ist unantastbar.“) war und ist oberster Maßstab unserer Politik, unserer Gesellschaft, unseres Zusammenlebens.

Und ich möchte folgenden Teil des Artikel 2 Absatz 2 des GG gleichwertig anfügen: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

 

Diese zwei humanen Grundsätze haben im Sinne des Grundgesetzes Gültigkeit für alle Menschen!

 

 

Ich finde es bedenklich, wenn Politiker demokratischer, ihrem Namen nach sogar christlicher, Parteien gezielt fragwürdige Begriffe schaffen und permanent wiederholen, mit denen sie manipulativ versuchen den Blick und den Sinn der Menschen für die Einzelschicksale der vor Krieg, Diskriminierung, Hunger, Armut und Klimafolgen flüchtenden Menschen zu vernebeln.

 

Sie sprechen z.B. von „Asyltourismus“ oder von einer „Flüchtlingswelle“.

 

Laut Duden spricht man von „Tourismus“ im Zusammenhang mit „Reisen, zum Kennenlernen fremder Orte und Länder und zur Erholung“. 

Indem Politiker, wie unser aktueller Innenminister, immer wieder von Asyltourismus sprechen, suggerieren sie den Menschen, dass die Flüchtenden nicht aus einer Not heraus, sondern aus einem gewissen unbeschwerten Vergnügen heraus, zu uns kommen.

 

Das, mit Verlaub, hinterhältige Framing mittels des Begriffs „Flüchtlingswelle“ hat kürzlich der Journalist Jakob Biazza in der Süddeutschen Zeitung erklärt:

„Beim Wort "Welle" gibt es gleich zwei assoziative Ebenen: Zum einen ist eine Welle etwas, das sich anstaut und auftürmt - und zwar auch noch proportional zur Größe des Hindernisses, das sich ihr in den Weg stellt. Man rechnet bei einer Flüchtlingswelle also mit einer großen bis sehr großen Menschenmasse, die chaotisch, ungeordnet und zudem auch noch wieder und wieder an den Grenzen anbrandet.

Zum anderen ist eine Welle eine Naturgewalt und als solche theoretisch geeignet, ganze Städte wegzuspülen. Man baut Wellenbrecher, Staudämme und Befestigungen, um Zivilisationen vor ihrer zerstörerischen Wucht zu schützen. Problemdefinition und -lösung sind damit klar gesetzt: Fremde Massen ergießen sich in unsere Gesellschaften und drohen, sie mitzureißen. Wer das aufhalten will, suggeriert das Wort, muss alle Einfallstore schließen und sehr, sehr hohe Schutzwälle bauen.“ 

(Biazza, Jakob: Wenn Menschen zur Naturkatastrophe werden, erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 03.07.2018)

 

 

Ich finde es bestürzend, wenn eine seit Jahrzehnten zweifellos in der Mitte der Gesellschaft verortete Zeitung wie „Die Zeit“ kürzlich allen Ernstes die Frage zur Diskussion stellte ob man Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken retten sollte oder nicht!

(siehe: Caterina Lobenstein und Mariam Lau: „Oder soll man es lassen?

Private Helfer retten Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer aus Seenot. Ist das legitim? Ein Pro und Contra.“, erschienen in DIE ZEIT Nr. 29/2018, 12. Juli 2018)

 

Gilt die Würde des Menschen, gilt das Recht auf Leben und körperliche Unversehrheit neuerdings vielleicht tatsächlich nur noch für bestimmte Menschen!?

Wie weit sind wir gekommen, wenn in unserer politischen Mitte per Pro und Contra darüber diskutiert wird ob es vielleicht legitim ist ertrinkende Menschen einfach so sterben zu lassen!?

 

 

Es hat mich erschüttert, dass selbst in meinem privaten Umfeld und dort durch alle Bildungsschichten hinweg der Rechtsruck und seine verrohenden Begleiterscheinungen Gestalt annehmen!

 

Jemand in meiner Verwandtschaft schwadroniert plötzlich vom „Verrat am Volk“ wegen der Gelder, die für die Flüchtenden bereitgestellt wurden und sieht allen Ernstes eine Verbindung zwischen diesen Geldern und einer eventuellen Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Ein anderer Verwandter schickt mir ohne jegliche Bedenken das furchtbare Bild eines süßen blonden Mädchens vor einer schön verschneiten Tanne mit der Unterschrift: „Zwei Dinge, die für immer weiß bleiben sollten - Weihnachten und Europa!“

Und ein Freund ohne nennenswerten Kontakt zu Flüchtlingen entgegnet mir in einer Diskussion unter Freunden allen Ernstes, dass meine tagtäglichen, dreijährigen, so ausgeprägt positiven, Erfahrungen aus der Arbeit als Lehrer mit den geflüchteten Kindern und Jugendlichen kein Abbild der Realität seien, da wir in Bremerhaven (Ja, sicher… - ausgerechnet in Bremerhaven!!!) wohl nur die Crème de la crème der Flüchtlinge zugewiesen bekommen hätten.

 

Ich habe das Gefühl, dass wir diese Menschen verloren haben…

Diese Menschen scheinen sachlichen Argumenten, ja, Fakten gegenüber nicht mehr aufgeschlossen…

 

 

Und, um ein letztes Beispiel zu nennen, offen gesagt widert es mich geradezu an, wenn ich mitansehen muss, dass kürzlich Demonstranten in Sachsen auf die Frage vom Podium was mit einem Schiff voller geretteter Flüchtlinge auf dem Mittelmeer passieren solle, ohne mit der Wimper zu zucken wie selbstverständlich gemeinsam skandierten: „Absaufen! Absaufen!“

 

 

Ich kann und ich will das alles so nicht hinnehmen!

Es ist 5 vor 12!

Diese Entwicklung ist einer der zwei primären Gründe für mein Aufstehen!

 

 

Die Zukunft unseres Planeten - die Klimaveränderung:

 

Nicht erst durch den diesjährigen, so ungewöhnlich heißen und trockenen, Sommer, sondern schon seit Jahren treibt mich die Sorge um die Zukunft unseres Planeten um.

 

Ein Sabbatjahr auf der Insel Fuerteventura hat meine Sorge sicherlich ebenso verstärkt wie eine kürzliche dreimonatige Reise durch Südostasien. 

Die eingeschlossene Lage, das eingeschlossene Leben auf einer Insel mit dem zwangsläufig allgegenwärtigen Meer schärfte definitiv den Blick auf Umweltaspekte. 

Gleiches gilt für die Eindrücke in Südostasien, wo beispielsweise das Plastikproblem und seine Folgen weit allgegenwärtiger, weit greifbarer sichtbar sind als bei uns oder es erschreckend war zu sehen wie fundamental unterschiedlich sich Affen verhalten, je nachdem ob sie noch wenig Kontakt zu Mensch und Zivilisation haben oder eben leider nicht mehr.

 

Aber auch ohne diese besonderen Erfahrungen… - mal ganz pathetisch formuliert: Ich lebe, ich spüre, ich sehe und ich lese… - und für mich ist deshalb mit allen Sinnen geradezu greifbar und verständlich, dass es bezüglich der Zukunft unseres Planeten nicht einmal mehr 5 vor 12 ist!

Wenn ich ehrlich bin, habe ich die Sorge, dass es sogar schon 1 nach 12 ist!

 

Nicht mehr mit fatalen, unmittelbaren Folgen für meine Generation und mich, aber für nachfolgende Generationen, vielleicht sogar schon für die uns direkt nachfolgende Generation und damit schlussendlich schon für meinen Sohn, wenn er mal eines Tages in meinem Alter und etwas älter sein wird.

 

Angesichts dieser Zeilen mag mir jetzt mancher mit der Kritik begegnen, dass ich „hypermoralisiere“ und durch ein vermeintlich überdramatisches Schreckensszenario bei vielen Menschen eher für Erstarrung und Abstumpfung sorge, aber ernsthaft nachvollziehen kann ich diese häufige Kritik nicht.

Ich habe selbstverständlich keinerlei Verständnis für Leugner des menschlich beeinflussten Klimawandels!

Wie kann man nur so dummdreist (und gefährlich) sein und angesichts all der Zeichen, all der weitgehend einhelligen wissenschaftlichen Auffassungen und Analysen, ernsthaft in Frage stellen wollen, dass es einen Klimawandel gibt, der in erheblichem Maße auch Folge menschlichen Handelns ist!?

 

Aber ich habe auch kein Verständnis für Erstarrung und Abstumpfung und daraus resultierendem Ignorieren des Klimawandels!

Jeder Einzelne kann und muss etwas tun - politisch und durch bewussteres Handeln im Alltag!

 

Wenn ich von jedem Einzelnen politisches Handeln einfordere, dann verlange ich gar nicht, dass sich jeder erhebt und politisch aktiv wird, aber wenigstens mit eurer gezielten Stimmabgabe bei Wahlen habt ihr auch Einfluss!

 

Akzeptiert, dass der Klimawandel die Menschheit vor gewaltige Herausforderungen stellt, der Kampf dagegen hier und jetzt beginnen muss und viel kosten wird, ein Stück weit eben auch den Einzelnen!

Und wenn ihr das verstanden und akzeptiert habt, dann gebt bei den zukünftigen Wahlen Politikern eure Stimmen, die euch die Wahrheit sagen, die für den bitter notwendigen Umbruch eintreten und euch nicht verschweigen, dass da eine gewaltige und teure Aufgabe auf uns alle zukommt!

Lasst euch nicht weiter einlullen vom falschen Versprechen des „Weiter so“ mittels Wachstum um jeden Preis!

Schon das wäre eine wertvolle politische Teilhabe!

 

Und was das bewusste Handeln des Einzelnen im Alltag angeht - auch ich bin nicht frei von Fehlern, auch ich mache nur einen Schritt nach dem Anderen…

Aber glaubt mir, mit jedem einzelnen Schritt wird der nächste Schritt leichter und schon bald öffnen sich für euch neue Horizonte, kommt ein Prozess in Gang, der sich plötzlich zunehmend einfach und gut anfühlt…

 

 

Wir haben eine Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen und gegenüber der Natur!

Wir müssen uns dieser Verantwortung endlich stellen und wenn die allzu oft von den Interessen der Industrie gelenkten Politiker sich weiterhin weigern die unumgängliche Wende endlich anzupacken, dann brauchen wir eben eine Revolution der Nachhaltigkeit von unten!

 

Seid nicht mutlos! Revolution beginnt von unten!

Und im Falle der Klimaveränderung geht es wirklich um alles!

Wie schon geschrieben… - es ist vermutlich nicht einmal mehr 5 vor 12…

Auf welchen Wegen? - Die Bausteine meiner politischen arbeit

Ich denke also ganz gute Grundvoraussetzungen für Erfolg in der Politik mitzubringen, bin bis in die Haarspitzen motiviert und will mich vor allem Pro-Nachhaltigkeit und gegen Rassismus engagieren.

 

Was an diesem Punkt bleibt, ist die Frage auf welchen Wegen ich mich am Besten politisch engagieren sollte!?...

 

 Ich habe für mich vorerst vier Wege gefunden, die ich nachfolgend kurz umreißen will.

 

Den Kern dabei bildet der folgende erste Punkt:

 Politische Mitarbeit bei den Grünen:

 

Vor allem Umweltschutz und das Aufstehen gegen Rechts treiben mich wie beschrieben an.

 

Auch zum Zeitpunkt dieser Zeilen, 38 Jahre nach der Gründung, sind die Grünen ohne Frage die Partei in Deutschland, die man in besonderem Maße mit Einsatz für Natur und Umwelt verbindet.

 

Was den Kampf gegen Rechts betrifft, hätte neben den Grünen auch die Linke eine ernsthafte Option für mich sein können.

Schlussendlich habe ich mich jedoch für die Grünen entschieden.

 

Die Gründe hierfür sind vielfältig.

 

Vorweg sei gesagt, dass ich natürlich nicht alles bei den Grünen toll finde - weder aktuell noch in der Vergangenheit (Stichwort Agenda 2010).

Aber das wird es auch nie geben - eine Partei, die zu 100 % die eigenen Werte und Ziele widerspiegelt - das gibt es nicht! 

Es ist für mich keine Alternative den Kopf in den Sand zu stecken und mich gar nicht zu engagieren! Ich will etwas verändern, für radikale Kurskorrekturen kämpfen und dafür sind Parteien und Parlamente noch immer der beste Weg und eben deshalb gehe ich jetzt mittels der Grünen zurück in die Politik (ich war vor geraumer Zeit schon einmal bei den Grünen aktiv).

Es gilt die Partei zu finden, mit der man die größte Schnittmenge hat - und das waren und sind für mich persönlich eben die Grünen! 

 

Ja, es hätte auch die Linke werden können, aber aus folgenden zwei Gründen habe ich mich dagegen entschieden:

Auch ich sehe manches bei den Grünen kritisch und eben deshalb habe ich mich vor meinem Eintritt intensiver bei der Linken (auch in Parteigremien etc.) umgeschaut, um zu klären ob das vielleicht der bessere Weg für mich ist. Jedoch musste ich schnell erkennen, dass man mit ökologischen Anliegen bei der Linken kaum eine Chance hat. Nur eine kleine Minderheit sieht hier einen Schwerpunkt - der Großteil der Linken winkt bei dem Thema ab. Ein großer Teil in der Linken besteht halt aus Gewerkschaftern und die kommen sofort mit der Keule vom vermeintlichen Verlust von Arbeitsplätzen und ein weiterer großer Teil besteht aus Hartz IV-Klientel, die schon aus (teilweise berechtigter) Angst vor den Kosten kaum Interesse an und Bereitschaft für eine Nachhaltigkeitsrevolution hat. 

Überdies habe ich den Eindruck gewonnen, dass es sich die Linke linksaußen (ähnlich wie die AfD rechtsaußen (da hören die Parallelen dann aber zum Glück auch schon wieder auf)) allzu bequem in ihrer Schmuddelkind-Außenseiter-Rolle gemacht hat. CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne - alles wird in einen Topf geschmissen und abgelehnt. Tatsächlich verschwimmen die Grenzen hier auch mir viel zu sehr, aber mit dieser bockigen Blockade-Haltung wird die Linke keine großen Veränderungen erreichen! 

 

Ich aber will eine Chance auf Veränderung haben! DARUM GRÜN!

 

 

Für die Zukunft will ich rein gar nichts ausschließen - vielleicht lande ich bei den nächsten Wahlen im Parlament… 

Wer etwas verändern will, wer in der Politik etwas bewegen will, sollte ruhig offensiv und groß denken…

 

Für den Start habe ich mich in der Partei erst einmal vor allem meinen beiden Antriebsfedern entsprechend wie folgt aktiv politisch aufgestellt:

 

Auf niedersächsischer Landesebene durch Mitgliedschaften und regelmäßige Mitarbeit in folgenden Landesarbeitsgemeinschaften:

 

LAG Migration und Flucht

LAG Natur, Umwelt und Verbraucherschutz

LAG Tierschutz

LAG Energie und Atom

LAG Mobilität und Verkehr

LAG Europa und Internationale Zusammenarbeit

LAG Kinder, Jugend und Familie

LAG Soziales

LAG Postwachstum und Gemeinwohl

 

Auf kommunaler Ebene durch Mitgliedschaft und regelmäßige Mitarbeit in folgenden Verbänden:

 

Kreisverband Cuxhaven

Ortsverband Hagen

 

 

Politische Mitarbeit in der Bewegung „Aufstehen“:

Dieser zweite Punkt ist zugleich der fragilste Ansatz.

Vielleicht werde ich schon in ein paar Wochen oder Monaten Bilanz ziehen und mich von diesem Punkt wieder verabschieden müssen...

Aber auch hier gilt: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt..."

 

Ich schätze Mit-Initiatorin Sahra Wagenknecht, aber manch Stellungnahme von ihr und auch Passagen eines früheren Entwurfes für die Aufstehen-Bewegung in Sachen Flüchtlingspolitik sind mir zu, ja, national und zu sehr den zur AfD abgewanderten "besorgten Bürgern" nach dem Schnabel formuliert.

Vieles lässt aber auch Interpretationsspielraum und daher möchte ich mir ein eigenes Bild in der sachlichen Arbeit in der Bewegung machen.

 

Auch jetzt kurz nach dem offiziellen Start ist es auch für mich noch etwas nebulös was die Bewegung will, was sie ausmachen wird und was sie bewegen könnte.

Gemeinsam mit meinem Schwiegervater und meiner Frau saß ich gut zwei Stunden vor dem Fernseher und habe mir die Bundespressekonferenz zum Start der Bewegung angeschaut.

Auf dieser Pressekonferenz hat für mich die SPD-Politikerin Simone Lange die beste Figur abgegeben.

Sie sprach sehr klar genau das aus, was mich fürs Erste auch bei Aufstehen aktiv werden lässt - es ist an der Zeit, dass die linken Kräfte in diesem Land die Gräben zwischen sich zuschütten und das Konkurrenzdenken aufgeben.

Wir brauchen dringend Veränderung und das geht nur gemeinsam. 

In diesem Sinne erhoffe ich mir von Aufstehen Austausch, Annäherung und Vernetzung innerhalb des linken Spektrums und damit neue Ansätze und Möglichkeiten für linke Machtperspektiven.

 

 

Spenden und/oder Mitarbeit bei parteiunabhängigen Organisationen

 

Der dritte wichtige Aspekt für meine politische Arbeit sind parteiunabhängige Organisationen aus den mich interessierenden Politikfeldern.

 

Natürlich kann ich mir tiefergehende Informationen auch über Nachrichten, Fachliteratur, Zeitungen und einfach das Internet beschaffen, ein besonders wertvoller Kanal sind jedoch auch NGOs, unabhängige Organisationen also, die tagtäglich wertvolle soziale und politische Arbeit in ihrem Spezialgebiet leisten.

 

Das ist ein wenig ein über den Tellerrand der parteiinternen Arbeit hinaus schauen, bietet die Chance auf andere Sichtweisen und tiefergehende Erfahrungswerte.

 

Ich will beispielsweise vor Ort etwas zum Thema Tierschutz machen oder in den Parteigremien einen Tierschutzbeschluss ausgestalten!? - Na, da bietet es sich doch an sich bei der Aktion vor Ort z.B. mit den Tierschützern von Peta zusammenzutun oder vor dem Beschluss in den Parteigremien die Expertise von Peta zu berücksichtigen, die schließlich Tag für Tag an der Front für die Tiere kämpfen... 

Vernetzung, Partnerschaft und Austausch mit Gleichdenkenden sind hier die Stichwörter.

 

 

Nun reicht auch meine als Pensionär üppig vorhandene Zeit nicht aus um mich auch noch bei einem halben Dutzend dieser Organisationen regelmäßig aktiv zu engagieren und überdies sind manche dieser Organisationen an meinem etwas provinziellen Standort im niedersächsischen Flachland nicht gerade breit aufgestellt.

 

Links liegen lassen muss ich sie aber trotzdem nicht... - Ich kann ihre Newsletter abonnieren und so auf dem Laufenden bleiben, ich kann ihre Petitionen unterzeichnen und über Facebook und Co. verbreiten, ich kann Fördermitglied werden und ihre Arbeit regelmäßig mit einer kleinen Spende unterstützen. 

Und in mindestens einem Fall habe ich mich doch auch für eine aktive Mitarbeit entschieden (aber dazu demnächst in einem Blog-Beitrag mehr...).

 

Über die Kategorie "Links" auf dieser Homepage werde ich euch in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach die für mich relevanten Organisationen etwas näher vorstellen und es würde mich schon riesig freuen, wenn die Eine oder der Andere von euch danach auch Lust bekommen etwas für oder mit diesen Organisationen zu tun.

Vorab möchte ich sie an dieser Stelle aber schon einmal namentlich erwähnen (diese Auflistung entspricht meinem Stand Mitte September 2018 und wird sicherlich immer wieder Ergänzung finden):

 

Aus dem Bereich Menschenrechte und gegen Rechts:

 

- terre des hommes - Hilfe für Kinder in Not

- Amadeu Antonio Stiftung - Initiativen für Zivilgesellschaft und Demokratische Kultur

- Laut gegen Nazis

- Pro Asyl

- Human Rights Watch

 

Aus dem Bereich Umwelt- und Tierschutz:

 

- Peta Deutschland e.V.

- Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

- Greenpeace

- Rettet den Regenwald e.V.

- Animal Equality e.V.

 

Themenübergreifend oder aus sonstigen Bereichen:

 

- foodwatch

- abgeordnetenwatch

- Campact

 

 

 

Aktivitäten in den Sozialen Medien und durch eine eigene Homepage:

 

Last but not least - per Facebook, Twitter und eine eigene politische Homepage möchte ich das Internet für meine politische Arbeit intensiv nutzen.

 

Diese Homepage hier soll letztlich das Zentrum des Ganzen sein.

 

Facebook und Twitter möchte ich nutzen um auf Inhalte der Homepage aufmerksam zu machen und natürlich um Tag für Tag aktuelle Themen aufzugreifen - um Zeitungsartikel, Petitionen und politische Posts mir nahestehender Personen und Organisationen mit euch zu teilen.

 

Ich möchte euch auf all diesen Wegen auf hoffentlich interessante und unterhaltsame Weise Denkanstöße, neue oder tiefer gehende Infos, Handlungsansätze und Berichte aus meiner politischen Arbeit liefern.

 

Hier auf der Homepage werde ich zu meinen politischen Schwerpunkten Blogs und Vlogs online stellen.

Ich hoffe, ihr habt a) ein wenig Spaß beim lesen der Blogs und/oder schauen der Vlogs und werdet dadurch b) im Idealfall sogar hier und da motiviert euch auch zu engagieren und euer Leben bewusster und nachhaltiger zu gestalten...

 

Der Kampf scheint manchmal hoffnungslos, der Weg weit...

Aber wir können und dürfen nichts unversucht lassen!